Unsere Patenschaft für das Riesenkänguru

Als gemeinnütziger Verein liegen uns auch die Tiere und Umwelt am Herzen. In Zusammenarbeit mit dem Tierpark Berlin haben wir eine Patenschaft für das graue Riesenkänguru übernommen – ein echter Sportler und Weitspringer unter den Tieren.

Känguruarten

Es gibt rund 65 Känguruarten auf der Welt. Zu ihnen zählen die kleinen Hasenkängurus, die kuscheligen Baumkängurus, die Felskängurus, die süßen Wallabys und die Riesenkängurus. Die Heimat der Kängurus ist Australien und Neuguinea. Sie leben in tropischen Regenwäldern, Busch- oder Grasland, trockenen Steppen und Wüsten- und Felsregionen.

Wie Kängurus hüpfen

Je schneller ein Känguru hüpft, desto weniger Energie verbraucht es. Das liegt an einem elastischem Band in ihren Hinterbeinen. Wenn das Känguru auf dem Boden aufkommt, spannt es sich, schnellt dann wieder zurück und katapultiert das Känguru nach oben – wie eine Feder. Praktisch. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zweibeinern, setzen sie übrigens nicht abwechselnd ein Bein nach dem anderen auf, sondern hüpfen immer mit beiden Beinen gleichzeitig.

Wie weit können Kängurus springen?

Riesenkängurus können mit einem Satz 8-9 m weit und 2-3 m hoch springen. Das Graue Riesenkänguru sogar noch weiter. Es schafft mit einem Satz 13,5 m und ist das zweitgrößte Känguru nach dem Roten Riesenkänguru.

Das größte und kleinste Känguru

Das Rote Riesenkänguru ist das größte Känguru und gleichzeitig auch das größte lebende Beuteltier. Von Kopf bis Rumpf misst es 130-160 cm, der Schwanz 100-120 cm und es wiegt 22-85 kg (Männchen). Wenn es sich aufrichtet, kann es 210 cm hoch werden. Als kleinstes Känguru gilt das Moschusrattenkänguru. Sein Körper erreicht eine Länge von 21-34 cm, sein Schwanz 6-12 cm und es wiegt zwischen 340 und 680 g.

Nein. Das liegt an der besonderen Form ihrer Füße. Außerdem wäre ihr Schwanz dabei im Weg. Laufen können sie ohnehin nicht. Sie können nur hüpfen!

Nein.

Riesenkängurus sind keine gefährdete Tierart. Aber viele andere Känguruarten gelten als „gefährdete“ bis hin zu „vom Aussterben bedrohte“ Tierarten, z. B. viele Felskängurus, Baumkängurus und Buschkängurus.

Rote Riesenkängurus riechen wie Mäuse. Östliche Graue Kängurus riechen nach Kaffeebohnen und westliche Graue Kängurus riechen nach Curry-Gewürz.

Wie das Känguru zu seinem Namen gekommen ist, ist eine echt beutelstarke Geschichte: Der britische Seefahrer James Cook trieb sich 1770 in Australien herum, sah die Vorfahren des Kängurus und fragte auf Englisch: „Was ist das für ein Tier?“. James Cook bekam die Antwort: „Känguru“. Doch was die Aborigines tatsächlich in ihrer Sprache sagten war: „Ich verstehe nicht“.

Um die Känguru-Damen zu beeindrucken, färben sich Riesenkänguru-Männchen zur Paarungszeit die Haare rot. Sie müssen dazu glücklicherweise nicht in den Supermarkt, um eine Haartönung zu kaufen. Ihre Haut gibt einen roten Puder ab. Die weiblichen Tiere sind eher blau-grau.

Nach einer kurzen Tragzeit von etwa 33 Tagen wird ein Jungtier geboren. Zu dem Zeitpunkt ist es nur etwa 2,5 cm lang und knapp 0,8 g schwer. Also kleiner und leichter als eine Kirsche. Es ist nackt, blind und völlig wehrlos und klettert deshalb direkt nach seiner Geburt in den Beutel seiner Mutter, wo es gut behütet heranwächst. Nach etwa 190 Tagen verlässt es zum ersten Mal den Beutel und ist mit 18 Monaten erwachsen.

Nein, nur weibliche Kängurus besitzen einen Beutel.

Ja, Känguruweibchen haben die Fähigkeit, ihre Jungen bei Gefahr schnell zurück in ihren Beutel zu nehmen. Das Beuteljunge, auch Joey genannt, wird in den ersten Lebensmonaten im Beutel der Mutter transportiert und gepflegt, wo es sich an die Zitzen klammert und sich ernährt. Wenn eine Bedrohung wahrgenommen wird, kann die Mutter das Joey mit ihrem Kopf oder den Vorderpfoten ergreifen und es zurück in den Beutel ziehen, um es zu schützen. Dies ist eine wichtige Überlebensstrategie für Kängurus, da die Jungen außerhalb des Beutels sehr verletzlich sind.